Trauer um Jörg Kloppenburg

Der FDP-Vorsitzende im Oberbergischen Kreis, Jörg Kloppenburg, ist überraschend gestorben. Wie die Familie in Hückeswagen mitteilte, ist er am Dienstag friedlich eingeschlafen. Der Rechtsanwalt wurde 61 Jahre alt, er hinterlässt eine Frau und eine 19-jährige Tochter.

 

In der FDP herrscht große Betroffenheit. Reinhold Müller, Fraktionsvorsitzender im Kreistag sagte: „Das ist eine große menschliche Tragödie, wir sind alle geschockt und traurig.“ Der Bezirksvorsitzende Reinhard Houben erinnerte daran, dass der Verstorbene nicht nur ein engagierter Streiter für die liberale Sache, sondern auch menschlich jemand gewesen sei, mit dem man gerne zusammengearbeitet habe.

 

Jörg Kloppenburg war seit 2015 Kreisvorsitzender. Daneben war er auch Mitglied des Vorstandes des Bezirksverbandes Köln und des Landesvorstandes der FDP in Nordrhein-Westfalen. In seiner Heimat Hückeswagen war er Ortsvorsitzender der FDP und im Rat stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Bis zur Neuwahl eines Kreisvorsitzenden wird das Amt von der Ehrenvorsitzenden Ina Albowitz-Freytag übernommen.

 

Die FDP in Hückeswagen hat den Europawahlkampf aus Respekt vor Kloppenburg beendet. Im übrigen Kreis soll aber weiter um Stimmen geworben werden. Wie die Partei mitteilte, sei Europa eine Herzenssache für Jörg Kloppenburg gewesen. Die Europawahl bezeichnete er als „Schicksalswahl zwischen Europafreunden einerseits und den Europafeinden, also den Populisten von links und rechts, andererseits“.